Faszien und Rolfing® /Rolf-Movement™

„Faszien sind faszinierend“

stand 1998 als Schlusswort unter meiner Rolfing-Zulassungsarbeit. 2000 beendete ich die Ausbildung zum zertifizierten Rolfing-Practitioner und Rolfing-Movement–Practitioner.

Ida Rolf (1896-1979, Begründerin des Rolfing®) entdeckte in ihrer Forschung über die Verbreitung von Infektionen in Körperräumen die Faszien als kommunizierendes Organ. Als Yogalehrerin erspürte sie bei ihren Schülern bewegungseinschränkende Verhärtungen in dieser Bindegewebsform und entwickelte Berührungsmethoden, um diese zu lösen.

Elastische und bindfadenartige Fasern geben unseren Muskelfasern, Faserbündeln und Muskelhüllen ihre Form und Richtung. Auch bilden sie Schichten, trennen und verbinden alle inneren Räume miteinander.

2006 veröffentlichte Robert Schleip (einer meiner Rolfing®-Ausbilder) seine Dissertation, die die aktive Rolle der Faszien bei Haltung und Bewegung nachwies. Er fand heraus, dass Faszien nicht bloßes Hüllgewebe sind, wie bis dahin meist angenommen wurde, sondern hochspezialisiertes Gewebe, das aktiv an Bewegung beteiligt ist und sich zum Beispiel unter Stress verändert. Die Faszien verlieren dann ihre Elastizität und dadurch der Körper seine Beweglichkeit. Dieser Zustand ist in der Regel reversibel, wenn er nicht zu lange besteht.

www.fascial-fitness.com

Der Zustand der Faszien ist also ein wesentlicher Faktor bei der Entstehung und auch Beseitigung von Beschwerden. Lebens- und Ernährungsgewohnheiten haben einen großen Einfluss auf den Zustand des inneren Milieus, aber auch unser Gefühlszustand spiegelt sich in unserer inneren und äußerlichen Beweglichkeit.

Faszien sind faszinierend – und sie mit meinen Händen verändern zu können empfinde ich als großes Geschenk.