Faszien

„Faszien sind faszinierend“

stand 1998 als Schlusswort unter meiner Rolfing-Zulassungsarbeit. Aber erst in den letzten Jahren ist es Robert Schleip (einem meiner Rolfing®-Ausbilder) gelungen, durch wissenschaftliche Studien mit der Uni Ulm nachzuweisen, dass das tatsächlich so ist.

Ida Rolf (1896-1979, Begründerin des Rolfing®) entdeckte in ihrer Forschung über die Verbreitung von Infektionen die Faszien als kommunizierendes Organ. Als Yogalehrerin erspürte sie bei ihren Schülern bewegungseinschränkende Verhärtungen in dieser Bindegewebesform.

Elastische und bindfadenartige Fasern geben unseren Muskelfasern, Faserbündeln und den Muskelhüllen ihre Form und Ausrichtung. Auch bilden sie Schichtformen, trennen und verbinden alle inneren Räume miteinander.

In den neuesten Forschungen fand man heraus, dass Faszien nicht bloßes Hüllgewebe sind, wie bis dahin meist angenommen wurde, sondern hochspezialisiertes Gewebe, das sich zum Beispiel unter Stress verändert. Dann verlieren Faszien ihre Elastizität und der Körper seine Beweglichkeit. Dieser Zustand ist in der Regel reversibel, wenn er nicht zu lange besteht.

Bewegung und Berührung sind zwei Möglichkeiten, den Faszien wieder zu mehr Flexibilität zu verhelfen.